Studentenleben

October 26, 2006

Big Fish

Filed under: Freunde — Constantin @ 3:34

Hey,

kennt ihr den Film Big Fish? Ich glaube das einige von euch den Film sicherlich gesehen haben. Julian besitzt ihn zum Beispiel, Rudi hat ihn sich schon angesehen, und du Jona, von dir habe ich ihn. Ein paar sind es also wirklich gewesen, ich finde der Film ist auch wirklich gut daher ist es auch recht wahrscheinlich, dass ihr ihn gesehen habt. Wie auch immer, der Film hat mich wirklich bewegt und zum Ende hin, obwohl ich ihn bereits zuvor gesehen habe, war ich dann auch wirklich bewegt, ihr wisst was ich meine. Das Thema des Film ist meiner Meinung nach der Tod, und das was danach noch von uns übrig bleibt. Irgendwie nimmt mich das mit, weil ich häufig darüber nachdenke, wie Menschen wohl über mich denken. Reputation ist wirklich wichtig und wenn ich zum Beispiel anderen etwas Gutes tun kann und dann feststelle, dass sie mir dafür dankbar sind, bin ich wirklich glücklich. Und in diesem Film, besonders beim Begräbnis von Big Fish, zeigt sich irgendwie was er im Leben geleistet hat. Das Wort “Geleistet”hört sich irgendwie komisch an, weil es etwas misst und uns danach beurteilt. Aber so es ist nun bei uns, wir messen alles und geben dann der jeweiligen Sache einen Wert und danach werden wir beurteilt. Trotzdem, es steht nicht auf unserer Stirn geschrieben wenn wir sterben was wir alles geleistet haben, wo unsere Stärken waren, wem wir alles geholfen haben, was wir Gutes getan haben. Es ist nur unser Körper und selbst der wird irgendwann verschwunden sein. Was bleibt ist eine Erinnerung und will man den Wert dieser Erinnerung messen wird man wohl danach gehen wie lange diese Erinnerung in den Köpfen der Menschen am Leben bleibt . Trotzdem, das scheint es nicht gewesen zu sein, weil so viele Menschen sterben und niemand erinnert sich deren. Es hört sich jetzt komisch an, aber ich frage mich, was also das Ziel unseres Lebens ist. Klar, carpe diem, leben den Augenblick, lass keine Sekunde verstreichen ohne das gemacht zu haben was du wirklich wolltest, aber irgendwie überzeugt mich das nicht. Mir fehlt das grosse, ganze, alles überspannende was dem Ganzen eine Überschrift gibt und uns den Weg weist.  Im Moment stehe ich jeden Morgen auf und lerne, irgendwie ist das Ziel Job, aber das passt nicht. Zum Beispiel könnte ich in diesem Zusammenhang fragen, ob ich lebe um zu arbeiten, oder ob ich arbeite um zu leben. Versteht ihr was ich meine? Ich muss zugeben, dass dies Fragen sind, die ich mir seit Jahren stelle, aber noch habe ich keine Antworten darauf gefunden. Da auch ich jemand bin der sich danach bemisst ob er etwas erschaffen hat oder nicht, ob er etwas gelernt hat oder nicht, ist es mir wichtig dass am Ende etwas da steht. Ein Firma zum Beispiel, klar das könnte etwas sein, aber wenn ich jetzt darüber nachdenke, würde es mir nichts bedeuten. Es ist eine materielle Sache und irgendwie beeindruckt mich das nicht. Was schon viel schöner ist wäre zum Beispiel ein Begräbnis mit vielen Menschen die an mich denken und mich positiv in Erinnerung behalten. Aber ich habe es vorher gesagt, irgenwie ist das nicht inspirierend. Es würde bedeuten, dass ich in meinem Leben nach Freundschaften streben würde, aber auch immer Menschen etwas Gutes tue damit sie mich auch in guter Erinnerung behalten. Das ist ziemlich minimalistisch gedacht, oder?  Ich hoffe, dass ich euch nicht verwirre, ich hoffe auch, dass ihr das nicht witzig findet, sondern euch selbst mal fragt, warum ihr morgens aufsteht und das macht was ihr macht. Ich weiss, dass das hier nicht der richtige Ort ist, um den Tod oder Fragen des Lebens zu diskutieren, aber da ihr alle so weit weg seid und ich mit euch gerne darüber reden möchte, muss ich es eben auf diese Weise tun.

Ja, Big Fish…

October 24, 2006

Schweinsteiger

Filed under: Voetball — Constantin @ 3:34

Ja, was soll man machen. Manchmal gibt es so Augenblicke, da denkt man: Scheisse, was war denn das? Das Tor von Schweinsteiger hier ist ganz sicher so ein Augenblick. Unglaublich! Gefallen ist es im Spiel Lissabon-Bayern München in der dritten Runde der CP-L.

October 22, 2006

Woche Urlaub in Heimat

Filed under: Freunde — Constantin @ 3:34

Hey, ich habe herausgefunden, wann ich endlich mal wieder in Buxtehude bin. Und zwar komme ich am 3.November, einem Freitag und bleibe eine Woche lang, sprich bis zum nächsten Freitag. Ich hoffe, dass ich möglichst viele von Euch am Wochenende sehen kann, auch wenn ihr vielleicht nicht gerade in Buxtehude wohnt, sondern dorthin fahren müsst. Wenn wir ne Runde Fussball spielen können, bin ich übrigens sofort dabei, egal ob es regnet oder stürmt.  Ja, Rudi, nimm mich beim Wort. ok, wir sehen uns, hoffe ich

October 21, 2006

Niederlanden : Deutschland

Filed under: Freunde — Constantin @ 3:34

hey

ich erzaehl euch mal, wie man hier in den Niederlanden als Deutscher behandelt wird. Zuerst gilt zu sagen, dass die Niederländer immer noch sehr verärgert darüber sind, dass die Deutschen im Zweiten Weltkrieg ihre Fahrräder geklaut haben. Es stimmt tatsächlich, dass sie das getan haben und zwar um neue Waffen zu bauen.Naja, was das für eine Fahrradnation wie die Niederländer bedeutet ist wohl offentsichtlich. Ausserdem besteht zwischen Deutschland und den Niederlanden seit dem 7. Juli 1974 eine fussballerische Feindseligkeit. Im Finale der Weltmeisterschaft besiegten wir die NL mit 2:1 und das haben sie scheinbar auchnicht verkraftet. Seitdem scheinen wir irgendwie der grosse Bruder, sprich der überlegende, der dominierende, der stärker Part in dieser Beziehung zu sein. Um das wett zu machen, versuchen sie nun wo nur möglich uns das heim zu zahlen. Ich, der in den Niederlanden studiert, habe keine guten Erfahrung sammeln können. Teils höre ich, dass manche Eltern ihren Kindern keine Beziehung mit einem Deutschen erlauben würden. Vorurteile wie Lederhosen, Bratwurst, viel viel Bier, gar Pornokönige darf ich mir fast täglich anhören. Wenn ich in der Uni zugebe Deutscher zu sein, erinnern mich erst einmal ein paar daran, wie witzig unsere Sprache doch ist, zählen massenhaft Wörter auf die angeblich total lächerlich sind. Vielleicht denkt ihr, dass das gar nicht so schlimm ist, aber fast jeder Niederländer kennt diese Vorurteile,den geschichtlichen Verlauf des Zweiten Weltkriegs und spricht auch ein paar Worte Deutsch. Ich erwähne mittlerweile nicht mehr,dass ich Deutscher bin. Mein Akzent (Englisch)ist auch einigermassen gut, so dass man es aus meiner Sprache nicht mehr heraushören kann.  Ihr seht, da gibt es noch eine Menge zu erledigen damit diese Beziehung wieder freundschaftlich werden kann. Ich gebe zu, auch wir Deutschen sind keine Unschuldslämmer, aber die Niederländer sind nun mal nur einer unserer vielen Nachbarländer. Eigentlich sind Vorurteile nur im Norden populär und selbst dort sagt man meistens nur, dass die Jungszu viel kiffen. Die Niederländer haben gegenüber uns nur Belgien, welches vlämisch ist und damit kaum Unterschiede aufweisst, und uns. Daher konzentriert sich das alles auf uns.

Ansonsten habe ich gestern das erste Mal gearbeitet. Und zwar in einem Lager der Firma WE. War recht simpel. Wir mussten Boxes aus den Trucks ausladen und dann auf Paletten neu zusammenstellen. Das wars dann auch schon, also relativ stumpfe Arbeit. Nächste Woche habe ich frei, da in der Woche drauf Testwoche haben und uns darauf vorbereiten sollen. Mal sehen, wie ich die nutzen werde. Ich hatte vor zu einem Spiel von Ajax Amsterdam zu fahren. Ich fahr am Stadion jeden Tag mit dem Zug vorbei. Sehr verlockend. Wenn ich meine endlich meine Fussballschuhe habe, fange ich auch damit endlich an. Wohl irgendwo in Amsterdam, vielleicht in Amstel oder in Amstelveen.Einen Club zu finden ist nicht sonderlich schwer. Ich vermute es gibt weit mehr als 50, vielleicht sogar 100 Vereine.

Nun gut, ich hoffe es geht euch allen gut. Schöne Grüsse in den Norden Deutschlands, in den Osten und in den Süden.

October 13, 2006

Eine Geschichte aus Buxtehude

Filed under: Freunde — Constantin @ 3:34

Hey, ich will nicht schon wieder erzählen, dass ich gestern auf einer House-Warming Party in Utrecht war, auch wenn es wahr ist. Daher hier etwas anderes. Ich habe mich lange gefragt, was es wohl heisst, wenn man in Buxtehude davon spricht, dass die Hunde mit dem Schwanz bellen. Rudi, ich vermute du wüsstest es, meine Mutter vielleicht, vielleicht wisst ihr es alle. Ich nun mal nicht und da ich die Geschichte so witzig finde, nachdem ich sie gelesen habe, und sie sogar etwas mit den Holländern zu tun hat, lasse ich euch daran einfach teilhaben.  Hier ist ist:

“Buxtehude, wo die Hunde mit dem Schwanz bellen

In Nordniedersachsen gibt es eine Stadt, von der viele meinen, dass es sie überhaupt nicht gibt. Viele halten sie schlicht für einen Witz, der immer wieder erzählt wird, wenn einer behauptet, er käme aus Buxtehude. Kennen Sie den? In Buxtehude, wo die Hunde mit dem Schwanz bellen…

Sie werden sich wundern, diese Stadt und ihre merkwürdigen Hunde gibt es tatsächlich – und zwar schon seit 700 Jahren. Buxtehude liegt vor den Toren Hamburgs, ist ein schönes Städtchen mit viel Fachwerk, Brücken und Flüsschen und zählt ungefähr 38 000 ziemlich normale Einwohner. Und die Hunde bellen am lautesten Sonntags morgens mit dem Schwanz, außerdem bei Hochzeiten, Beerdigungen und bei Feuer. Und das geschah so: Schuld haben die Holländer. Im 13. Jahrhundert gründeten holländische Wasserbauer die Stadt, die es nicht geben soll. Die Holländer waren bekanntlich praktische Leute. Sie zeigten den Buxtehudern nicht nur, wie man durch geschickten Grabenzug selbst aus Moor Profit schlägt, sondern sie revolutionierten auch den Glockenschlag des Buxtehuder Kirchturms. Die Buxtehuder ließen nämlich damals noch rohe Kräfte walten, wenn es um die Verkündung des Gotteswortes ging; sie schlugen mit aller Macht und einem großen Hammer auf die Kirchenglocke ein. Die Holländer dagegen gingen schlauer vor; sie befestigten an der Glocke – die sie “Hunte” nannten – ein langes Seil (einen “Schwanz”) und “bellten” (bell: die Glocke) damit. Gewisse Verständigungsschwierigkeiten zwischen den Hölländern und den Buxtehudern führten in der Folge dazu, dass die Hunde in Buxtehude mit dem Schwanz bellen…”

 

October 7, 2006

Umzug

Filed under: Freunde — Constantin @ 3:34

Hey

Alles klar bei euch? Ich höre kaum noch etwas aus Deutschland. Ansich müsste das Studium von den meisten von euch wieder begonnen haben. Hats das? Schreibt mal ein paar Comments damit ich ungefähr weiss, was meine Freunde in Deutschland so machen. Ich bin gestern Abend in Amsterdam gewesen. Wir haben wieder gepokert, diesmal habe ich aber nicht gewonnen. War aber trotzdem lustig und um fuenf sind wir zu Bett gegangen. Das war ein echt langer Abend. Aber schön. Heute Morgen habe ich Eva in Amsterdam getroffen un wir sind zusammen zurück nach Utrecht gefahren. Sie war gestern Abend mit Freunden unterwegs, zuerst in nem Irish Pub, dann in einer Gay-Bar und dann tanzen. Ja, irgendwie komische Leute mit denen sie verkehrt, ein paar Homosexuelle sind dabei. Solche Menschen kann ich noch nicht zu meinen Freunden zählen. Mein Studiengang ist zwar auch recht gemischt, aber eher was die Nationalität angeht als die sexuelle Neigung. Während der Woche habe ich mir noch Jarhead angeguckt. Die University of Utrecht biete die Migliedschaft in einem Film Club an. Dem bin ich einfach mal beigetreten und ein paar neue Leute zu treffen. Naja, wir haben uns dann eben diesen Film angeguckt. Kennt ihn irgendjemand? Geht um den ersten Golfkrieg, eigentlich nicht um den Krieg, sondern um das Golfkrieg-Syndrom. Die haben sich da alle derbe gelangweilt und die einzigen Themen über die die Jungs sich unterhalten haben waren recht…flach. Wie die Amerikaner aber eben sind, wenn sie in den Krieg ziehen, wollen sie auch etwas erleben. Und Adrenalin und Langeweile in Kombination führen dann dementsprechend zu diesem Syndrom. Wisst ihr was ich meine?   Alles Gute

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